Rebberg Elbis
Der Rebberg 'Elbis' befindet sich im Osten von Liestal im Uetental an perfekter Südlage. Der Name Elbis entstammt der uralten weissen Rebsorte Elbling, welche in Liestal vor der Industrialisierung angepflanzt war. Die Zufahrtstrasse des Rebberg heisst Unterer Elbisweg.
Die Fläche des Rebberg beträgt 25 Aren, wovon seit 2024 wieder knapp 12 mit Reben bepflanzt sind. Die Mariafeld Burgunder Klone (Klon M 903 der Rebschule Meier) wurden 1999 auf 15 Aren gepflanzt, 2015 wurde der Rebberg verkleinert. 2024 werden weitere 3 Aren mit der lockerbeerigen Sorte 21.07 und der Unterlage SO4 der Rebschule Auer sowie 1 Are mit dem hochwertigen Burgunder Klon 777 (Bernard) mit der Unterlage Fercal bepflanzt. Hinzu gesellen sich noch 15 Stöcke Chasselat. Das Land beheimatet zudem eine Vielzahl von Obstbäumen (Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Birnen), Nussbäume sowie eine kleine Hühnerfarm.
Die Mariafeld Pinot Noir Klone (Klon M 903 der Rebschule Meier) weisen das identische DNA-Profil wie klassische Burgunder Pinot Noirs aus, kleine morphologische Unterschiede führen aber zu einem lockerbeerigen Traubengerüst, was sie weniger anfällig für Pilzerkrankungen und Fäulnis macht. Daher muss auch weniger Spritzarbeit getätigt werden. Der Klon M 903 gilt als Qualitätsklon mit der Fähigkeit zu hohen Mostgewichten, also in der Zuckerproduktion als überdurchschnittlich. Dennoch hat hat sie die Tendenz zu einer erhöhten Säure. Dies ermöglich sehr ausgewogene, qualitativ hochwertige Weine. Auch die Sorte 21.07 verfügt über sehr ähnliche Eigenschaften. Lockerbeerig, höherer Zucker und Säuregehalt und aufrechter Wuchs. Die Bernard Klone (777 bei uns) sind engbeeriger, daher leicht anfälliger für Pilz und Botrytis. Die Aromatik aber hoch-qualitativ.
Die Südlage mit 20 Grad Neigung nahe am Wald spendet wichtigen Wind, welche zu den lockerbeerigen Trauben der Mariafeld Klone zusätzlich positive Eigenschaften gegen Botrytis bringt. Die Südlage hilft in heissen Jahren den Reben etwas weniger Sonne zu geben (im Vergleich zu Süd-West-Lagen), was sich seit 2020 positiv auf den Wein auswirkt.
Der tiefgründige Boden aus tonigem Lehm besitzt die Eigenschaft, viel Wasser zu speichern und weist einen hohen Gehalt an Kalium auf. Dies erzeugt vollmundige und kräftige aber auch fruchtig balancierte Pinot Aromatik.